• Fritz

Unser erster Kanubau-Workshop



Unseren ersten Kanubau-Workshop gaben wir 2020 im KUKUNA-Atelier in Wuppertal-Unterbarmen, gemeinnützig getragen vom Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V., in einem wahnsinnig schönen, lichtdurchfluteten Atelierraum mit Garten direkt an der Wupper. Für die Teilnehmer war der Workshop kostenlos. Von vornherein war auch klar, dass der entstehende Skin-on-Frame-Kanadier nach seiner Fertigstellung einem gemeinnützigen Zweck gespendet werden soll.

Begonnen hat der Kanubau-Workshop Anfang März. Wir haben entschieden das Modell "Freedom15" von Steve Killing auf einer Helling umzusetzen, also mit Mallen, die anschließend wieder aus dem Rumpf entfernt werden. Über die Mallen werden Längsspanten (Stringer) angeordnet, die eine Form zum Dampfbiegen der Querspanten ergeben. Die Stimmung war, genau wie das Wetter sehr gut und die Lage an der Wupper, der Garten und eine Uferterrasse direkt unter der Schwebebahn luden zu Kaffeepausen und Gesprächen ein.


Leider war nach dem Dampfbiegen der Querspanten der Zeitpunkt erreicht, als die Pandemie unseren Workshop unterbrach und wir den Raum verlassen mussten.

Im August, als die Lage sich wieder entspannt hat, konnten wir den Workshop in unserer eigenen Werkstatt fortführen und den Kanadier fertigstellen.


Nachdem wir alle Längs- und Querspanten wieder ausgerichtet hatten, wurde der Rahmen (Frame) mit Kunstsehne verknotet, die Dollborde angebracht und Sitze und Ducht eingebaut. Der fertige Rahmen wird dann mehrmals geölt, um ihn wasserbeständig zu machen.

Anschließend wird ein Nylongewebe über den Holzrahmen gespannt, vernäht und anschließend lackiert, um ihn wasserdicht zu machen. Wir entschlossen uns ein türkises (minzfarbenes) Tonpigment in den Lack zu mischen, dessen Farbe dem Kanadier letztendlich seinen Namen verlieh: Mentha.


Die Jungfernfahrt haben wir mit einigen unserer anderen Kanus auf der Ruhr veranstaltet.

Nach einem Zeitungsartikel, der zur Bewerbung um den Kanadier aufrief, fanden wir schließlich mit den Pfadfindern des VCP Wuppertal einen würdigen Abnehmer, mit dem Mentha hoffentlich noch viele Gewässer sehen wird!



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